Das Gemeinsame Komitee, das sich aus den politischen Direktoren der Außenministerien und den Generalstabschefs der Trägerstaaten ("Framework Nations") zusammensetzt, ist die oberste vorgesetzte Instanz des Eurokorps. Das Gemeinsame Komitee tagt einmal im Jahr.
Für die Koordination und Verfolgung des Routinedienstbetriebes des Eurokorps hat das Gemeinsame Komitee die POLMIL-Gruppe eingesetzt, die aus Vertretern der militärpolitischen Ebene der Verteidigungsministerien der Trägerstaaten besteht. Die Ebene der Heeresführungsstäbe ist vertreten durch die MIL-Gruppe, die sich wiederum auf eine Reihe von Unterarbeitsgruppen abstützt, welche auf Fachgebieten wie z.B. Kommunikations- und Informationssysteme, Haushalt oder Infrastruktur tätig sind.
Ein besonderes Gremium, der so genannte Lenkungsausschuss (frz. CODI = Comité Directeur), ist auf der Ebene der Kovorsitzenden der beiden Hauptarbeitsgruppen eingerichtet, um die jährliche Tagung des Gemeinsamen Komitees vorzubereiten und bei Bedarf über Fragen übergreifender Art zu entscheiden. Das "EC HQ Board" schließlich ist das Gremium, über das die weiteren beitragenden Staaten ("Sending Nations") an der multinationalen Steuerung des Eurokorps teilhaben können.
Den Vorsitz in all diesen Gremien hat jeweils ein Vertreter der so genannten Sekretariatsnation – eine Funktion, die im jährlichen Wechsel von einem der Trägerstaaten wahrgenommen wird.
