Die Abteilung G6
Die Kommunikations- und Informationssysteme (CIS = Communication and Information Systems) sind ein Faktor von zunehmendem Gewicht beim Eurokorps. Sie fördern Transparenz und Echtzeit-Zugang zu allen Informationen, die für den COMEC nützlich sind, und bieten somit die Voraussetzung, um Lagekenntnis und –verständnis zu gewinnen und demzufolge die benötigte Informationsüberlegenheit zu erringen.
Der Beitrag der CIS-Systeme hierzu ist:
- Sie stellen dem Eurokorps adäquate Führungsmittel zur Verfügung und ermöglichen es, Verbindung mit den unterstellten Truppenteilen und Nachbartruppenteilen sowie den relevanten Stäben und Dienststellen zu halten und Informationen auszutauschen.
- Sie stellen die erforderliche Anbindung in einem Einsatz unter NATO- oder EU-Führung sicher.
- Sie fördern, dank eines gemeinsamen Lagebildes auf den verschiedenen Führungsebenen, eine effizientere Koordination in multinationalen teilstreitkraftübergreifenden Einsätzen.
Die benötigten CIS-Mittel zum Aufbau dieser Systeme sind zum einen bei von den Trägerstaaten gestellten und fest dem EK zugeordneten Truppenteilen, zum anderen aber auch bei der kürzlich aufgestellten Eurokorps-CIS-Kompanie, welche Teil der MNCS-Brigade ist, vorhanden. Diese Brigade koordiniert die Arbeit der Eurokorps-CIS-Kompanie und der von den Trägerstaaten gestellten CIS-Truppenteile, um zugunsten der Nutzer eine konstantes Qualitätsniveau der erbrachten Dienste aufrechtzuerhalten.
Die Abteilung G6 des Eurokorps hat hierbei sicherzustellen, dass die verlegten CIS-Mittel der Entwicklung des betreffenden Einsatzes angepasst sind und, dass die Kommunikations- und Informationssysteme des Eurokorps ein geschlossenes Ganzes bilden.
Demzufolge trägt G6 zur Schaffung der Voraussetzungen bei für:
- Verlegung der Kräfte und Mittel der vorgesehenen Führungsinformationssysteme (CCIS = Command and Control Information System), angepasst an die Struktur des Eurokorps, um den Aufbau von Gefechtsständen in einer teilstreitkraftübergreifenden Kommandostruktur und den bedarfsgerechten Austausch von Informationen jeglicher Art, darunter auch Multimedia-Dienste (Internet, Mail, Videokonferenz usw.) zu ermöglichen, auch im Rahmen einer simulationsgestützten Gefechtsstandsausbildung.
- Informationsfluss von oben nach unten, indem unter Verwendung eines Fernmeldeknotennetzes, satellitengestützter Fernmeldesysteme und Gefechtsfeldfunkkapazitäten ein Fernmeldesystem für den taktischen Einsatzraum geschaffen wird.
- Festlegung geeigneter Grundsätze im Bereich Informationssicherheit (INFOSEC), welche die Umsetzung risikoangepasster Maßnahmen der Datenverarbeitungssicherheit (COMPUSEC = Computer Security) und Fernmeldesicherheit (COMSEC = Communications Security) gewährleisten.
Fazit: Um das Eurokorps in die Lage zu versetzen, seinen Auftrag zu erfüllen, muss die Organisation der CIS-Mittel des Korps ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Wahrung eines hohen Sicherheitsstandards gewährleisten.
Informationsmanagement
Informationsmanagement sorgt koordinierend dafür, dass jedem Mitarbeiter beim HQ Eurokorps die Informationen zur Verfügung stehen, die er braucht. Diese Funktion ist aufgeteilt zwischen dem DOS, der im Namen des COS die Grundsätze vorgibt, der Abteilung G3, welche die operationelle Zuarbeit leistet und der Abteilung G6, die für die technische Umsetzung in Sachen Büroausstattung des HQ EK zuständig ist, worunter das lokale EK-Datennetz, die Software, Netzwerke auf verschiedenen Ebenen sowie die Untersysteme der Stabsabteilungen fallen.




