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Stellvertretender Kommandierender General

Philippe SOMMAIRE

Ranghöchster Nationaler Vertreter Frankreichs

Stellvertretender Kommandierender General seit 18.09.07

Generalmajor Philippe SOMMAIRE kam am 15. Januar 1950 in Nevers zur Welt. Nach seinem Abschluss an der Militärakademie Saint-Cyr im Jahrgang „Général de Gaulle“ (1970-72) kam er zur Flugabwehrtruppe.

In seiner bisherigen Laufbahn als Offizier kann er sowohl auf operative Verwendungen als auch auf Verwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung bei der obersten Kommandobehörde zurückblicken.

Von 1973 bis 1976 diente er als Leutnant im Artillerieregiment 51 in Bitburg, Deutschland. Hieran schloss sich eine zweijährige Verwendung als Ausbilder an der Flugabwehrschule (École d’artillerie sol-air) in Nîmes an.

Nach Beförderung zum Hauptmann, unterstand ihm von 1978 bis 1981 eine Batterie des Artillerieregimentes 54 in Verdun. Im folgenden Jahr besuchte er den Stabsoffizierlehrgang, bevor er an die Militärakademie Saint-Cyr Coëtquidan zurückkehrte, wo ihm die Leitung der Haushaltsabteilung übertragen wurde.

Zwischen 1982 und 1986 bestand er die Auswahlprüfung für eine höhere militärische Ausbildung und besuchte anschließend Lehrgänge an der nationalen Hochschule für Technologie (École nationale supérieure de techniques avancées), den Fachlehrgang Flugkörper, die Führungsakademie (École supérieure de guerre) und die Verteidigungsakademie der Streitkräfte (Cours supérieur interarmées). Im Anschluss daran absolvierte er ein neunmonatiges Industriepraktikum bei der MATRA Defense Company. Er hat einen Master-Abschluss in Maschinenbau.

Von 1987 bis 1989 war er Leiter der S3 Abteilung im Artillerieregiment 51 in Wittlich, Deutschland.

1989 wurde er zum Führungsstab des Heeres (État-major de l’armée de terre) versetzt. Dort war Oberstleutnant SOMMAIRE verantwortlich für „Orchidée-Horizon“, ein hubschraubergestütztes Gefechtsfeldüberwachungsradar, sowie für die Drohnenprogramme CL 289 und BREVEL. Darüber hinaus fungierte er als Stellvertreter des für das streitkräftegemeinsame Programm Überwachungssatellit HELIOS zuständigen Offiziers.

Nach seiner Beförderung zum Oberst im Jahr 1992 übernahm er das Kommando über das Artillerieregiment 53 in Vieux-Brisach, Deutschland. 1994 wechselte er zum Führungsstab der Streitkräfte (État-major des armées), wo er zuständig war für das Eurokorps, die Westeuropäische Union (WEU) und die Kräfte in WEU-Zuständigkeit.

Von 1996 bis 1997, besuchte er Lehrgänge am Militärwissenschaftlichen Studienzentrum (Centre des hautes études militaires) und am Institut für nationale Verteidigungsstudien (Institut des hautes études de défense nationale), wo er der 49. nationalen Abschlussklasse angehörte. Zurück beim Führungsstab der Streitkräfte war er für die im Referat „Grundlagen und Militärstrategie“ durchgeführten Studien verantwortlich.

Am 1. Juli 2000 übernahm er als Brigadegeneral das Kommando über die Artilleriebrigade in Haguenau.

Im Frühjahr 2002 wurde er Kommandierender General der Multinationalen Division Sud-Ost in Bosnien-Herzegowina

Am 01. Januar 2003 kam er als stellvertretender Oberbefehlshabers der Landstreitkräfte zum Kommando Einsatzkräfte des Heeres (Commandement de la force d'action terrestre) in Lille. Dort war er verantwortlich für die Kampfunterstützung, insbesondere für die Koordination in der dritten Dimension, die Flugabwehr und die Feuerunterstützung. Auf diesem Posten wurde er auch zum Generalmajor befördert.

Seit dem 1. Juli 2005 ist er Kommandeur eines verlegbaren operativen Hauptquartiers, des Force Headquarters n° 1 in Besançon. Darüber hinaus ist er Standortältester und militärischer Vertreter des Departements Doubs.

Generalmajor SOMMAIRE ist Offizier der „Légion d’Honneur“. Ferner ist er Träger der Auszeichnung „Chevalier de l’Ordre National du Mérite“ und des „Croix de la Valeur Militaire“ mit förmlicher Anerkennung un das NATO Abzeichen.

Er ist verheiratet mit Karola und hat zwei Söhne, Christian und Pascal.